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Phosphor-Elimination

Belebungsbecken Kläranlage

Ertüchtigung von Kläranlagen ab 1.000 Einwohnerwerten zur verbesserten P-Elimination

Nach §7 Hessisches Wassergesetz – aufbauend auf der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie WRRL -sind die oberirdischen Gewässer so zu bewirtschaften, dass ein guter ökologischer und chemischer Zustand nach § 25 a des Wasserhaushaltsgesetzes erreicht wird.

Im Entwurf des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hessen wird die Reduzierung der Nährstoffbelastung der Gewässer aus Kläranlagen und diffusen Quellen als eine der fünf wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen beschrieben, um diesen angestrebten Gewässerzustand zu erreichen.

Eine Zusammenstellung der Phosphor-Eintragspfade in Hessen im Entwurf des Maßnahmenprogramms zeigt, dass ca. 50% des in die Gewässer eingetragenen Phosphors aus kommunalen Kläranlagen stammt. Damit stellen diese Punkt-Einträge das größte Potenzial zur Verminderung des Nährstoffeintrages dar.

Die erforderlichen Gegenmaßnahmen setzen in vielen Fällen eine Sachverhaltsaufklärung mit Bilanzierung der Stoffströme aus diffusen und punktförmigen Quellen einschließlich der Wechselwirkungen Sediment – Wasser voraus. Dies bezieht sich prioritär auf die Belastung durch den Nährstoff Phosphat, da eine hohe Phosphat-Nährstoffbelastung eine hohe Trophie bewirkt, sodass das Güteziel nicht erreicht werden kann.


Projekt
Um dem Ziel des guten Gewässerzustandes näher zu kommen, wurde vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz das Projekt "Ertüchtigung von Kläranlagen ab 1.000 EW zur verbesserten Phosphor-Elimination" ins Leben gerufen, mit dem die Fachhochschule Gießen-Friedberg beauftragt wurde.

Die hierfür notwendigen Maßnahmen auf den Kläranlagen sollen in einer Arbeitshilfe exemplarisch für den Bereich des RP Gießen beschrieben werden. Diese Arbeitshilfe soll als Bestandteil eines regionalen Umsetzungskonzeptes der Wasserrahmenrichtlinie den Verwaltungsvollzug in diesem Aufgabenbereich möglichst konkret und praxisnah unterstützen und einen sachgerechten und einheitlichen Vollzug in Hessen gewährleisten. Neben den grundsätzlichen verfahrenstechnischen Fragestellungen soll auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis einzelner Maßnahmen betrachtet werden.

Die Arbeitshilfe soll im Rahmen einer Tagung vorgestellt werden, um Betreibern von Abwasserbehandlungsanlagen und Ingenieurbüros die notwendigen Informationen über die Randbedingungen des Programms zu geben.
Folgende Einzelmaßnahmen sind geplant:
• Erstellung einer Broschüre
• Veröffentlichungen in Fachzeitschriften,
• Erarbeitung eines Internet-Auftritts


Zeitplan
• Bis Februar 2010 soll eine Abschätzung des Potentials der verbesserten P-Elimination für die Kläranlagen im Bereich des RP Gießen vorliegen.
• Von März bis Mai 2010 sollen insgesamt 3 Schulungen des Personals der Wasserbehörden über den Einsatz der Arbeitshilfe durchgeführt werden.
• Die Vorstellung der Arbeitshilfe im Rahmen einer Tagung ist für April 2010 vorgesehen.


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