02.03.2010 - Pressemitteilung
Unter dem Thema Klimaanpassung in Mittel- und Südhessen (klamis) fand in Frankfurt die Auftaktveranstaltung zu einem gemeinsamen Projekt der Regierungspräsidien (RP) Gießen und Darmstadt und des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main statt. Wir wollen versuchen, geeignete Anpassungsstrategien für zu erwartende Klimaveränderungen zu erarbeiten. Für Mittelhessen und Südhessen sind als Folge des Klimawandels vor allem in den Bereichen Hochwasserschutz, Siedlungsklima, Landwirtschaft, aber auch im Arten- und Biotopschutz, Änderungen zu erwarten, für die frühzeitig geeignete Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden müssen, erklärt Regierungspräsident Dr. Lars Witteck.
So konnten nach einem Workshop im September 2009 bereits jetzt erste Ergebnisse präsentiert werden. Von der Technischen Universität Darmstadt wurden Ergebnisse einer Expertenbefragung zu Risiken und möglichen Chancen des Klimawandels in der Region den über 100 Teilnehmern vorgestellt. Demnach ist der Schutz klimawirksamer Freiflächen in Ballungsgebieten besonders wichtig, um die bevorstehende Erwärmung von Siedlungsbereichen abzumildern. Im Rahmen der Befragung wurden Feucht- und Waldgebiete in Hessen als besonders empfindlich gegenüber dem Klimawandel erachtet und sollten daher im Fokus des Biotopverbunds stehen. Im Hochwasserschutz wird der Schwerpunkt der Arbeit auf mittlere Fließgewässer wie Lahn und Dill gelegt. Nun werden für die Schwerpunktthemen Hochwasserschutz, Siedlungsklima, Arten- und Biotopschutz sowie Landwirtschaft Arbeitsgruppen gebildet, die geeignete Anpassungsmaßnahmen erarbeiten.
Für das mit einem Volumen von 60 000 Euro vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderte Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) wurden bundesweit acht Modellregionen ausgewählt. In einem umfangreichen Bewerbungs- und Auswahlverfahren hatte sich im vergangen Jahr das RP Gießen als sogenannter Leading partner verantwortlich für die inhaltliche und organisatorische Gesamtkoordination durchgesetzt. Die fachliche Begleitung wird durch die Universität Gießen und die Technische Universität Darmstadt sichergestellt. ***
Ministerium der Justiz, für Integration und Europa