18.01.2010 - Pressemitteilung Chinesische Delegation informiert sich über Bau- und Wohnungswesen
Eine 15-köpfige Delegation des Chinesischen Ministeriums für Wohnungs-, Städtebau und ländliche Raumentwicklung in Peking besuchte kürzlich im Rahmen einer mehrwöchigen Informationsreise das Gießener Regierungspräsidium.
Die Gäste aus Fernost informierten sich über Wohnraum einkommensschwacher Menschen und deren staatliche Hilfsmöglichkeiten. Regierungsdirektorin Susanne Nachtigall, RP-Fachfrau in Bau- und Wohnungsfragen, erläuterte die verschiedenen staatlichen Leistungen, mit denen hier in Deutschland Mietzahlungen oder Erwerb von Wohnraum unterstützt werden. Dazu gehört unter anderem das so genannte Wohngeld, das von den Wohngeldbehörden als Zuschuss zur Miete oder zu Zahlungen für ein Eigenheim gezahlt wird. Den größten Teil der Besuchszeit nahmen Erläuterungen über die verschiedenen Förderprogramme ein, mit denen das Land Hessen beim Bau und Erwerb von eigengenutzten Wohngebäuden und Eigentumswohnungen, bei der Errichtung von Sozialmietwohnungen und der Modernisierung alter Mietwohnbestände finanzielle Hilfestellung durch günstige Darlehen und Bürgschaften leistet. Interesse zeigte die chinesische Delegation auch am Zuschussprogramm für den behindertengerechten Umbau von Wohnungen und Wohnhäusern sowie daran, dass in Deutschland sowohl beim Mietwohnungs- als auch beim Eigenheimbau das ökologische Bauen und Sanieren (insbesondere zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes) mit staatlichen Geldern gefördert wird.
Abschließend informierte Henning Bick, Abteilungsleiter für Regionalplanung, Bauwesen, Wirtschaft und Verkehr beim Gießener Regierungspräsidium über die ländliche Struktur des RP-Bezirks mit seinen wenigen größeren Städten und den sich daraus ergebenden Anforderungen an die Regionalplanung und Kommunen.